Egal ob Chats, soziale Netzwerke, E-Mail-Accounts oder Suchmaschinen – vieles von dem, was die meisten Menschen täglich im Internet nutzen, ist kostenlos. Die Firmen, die hinter diesen Angeboten stehen, haben aber natürlich nichts zu verschenken, sondern wollen schlicht und ergreifend Geld verdienen. Wenn der Endnutzer nichts für die angebotenen Leistungen bezahlt, müssen die Einnahmen eben anderweitig generiert werden. Das beliebteste Mittel hierfür ist die Werbung. Auch große Teile des Internet-Fernsehens kommen ohne Werbung nicht aus.

Werbung passend zur Sendung

Werbung im Internet ist zum großen Teil personalisiert oder orientiert sich zumindest an den jeweiligen kostenfreien Inhalten, die die Nutzer konsumieren möchten. Wer sich also zum Beispiel eine Kochsendung im Internet-TV ansieht, bekommt in der Regel Werbung zu sehen, die thematisch dazu passt. In diesem Fall wird vielleicht für Geschirr, Töpfe oder auch Wandhauben, wie sie auch dort gefunden werden können, geworben. Die thematisch angepasste Werbung ist sicherlich auch ein Grund dafür, dass Werbung im Internet als weniger störend empfunden wird, als die Werbung in anderen Medien, da in vielen Fällen ja eigene Interessen angesprochen werden.

Größere Werbeakzeptanz bei PC-TV

Es gibt wohl kaum jemanden, dem die Werbeunterbrechungen im normalen Fernsehprogramm nicht stören. Während für viele noch mehr Werbung im Fernsehen ein echtes Ärgernis darstellen würde, sehen das die User von Internet-TV scheinbar etwas lockerer. Zu diesem Schluss kommt jedenfalls eine Studie, auf die auch ein Artikel der PC-Welt, zu finden unter www.pcwelt.de, eingeht. Demnach schätzen drei Viertel der Nutzer von Fernsehen auf dem PC die Möglichkeit, sich aussuchen zu können, was sie sehen möchten und wann sie es sehen möchten. Im Gegenzug sind sie auch bereit, etwas mehr Werbung hinzunehmen, als es aktuell der Fall ist.

Werbung auf Videoplattformen

Videoplattformen in Internet boomen. Jeder, der auf der Suche nach den neusten Musikvideos ist oder sich Ausschnitte aus verpassten TV-Sendungen ansehen möchte, landet meist auf einer Videoplattform wie Youtube oder myvideo. Für die Nutzer sind diese Plattformen kostenlos, deshalb wird auch hier immer mehr Werbung geschaltet. Die Anbieter solcher Seiten finden allerdings nicht immer befriedigende Lösungen, um die Werbung unterzubringen. So senden einige Videoportale vor dem eigentlichen Film Werbefilme, die nicht vorgespult oder ausgeschaltet werden können. Diese Form der Zwangswerbung stört viele User, wie auch eine Diskussion im Forum des IT-Portals Netzwelt, nachzulesen auf www.netzwelt.de, zeigt. Problematisch aus Sicht der User ist hier vor allem die Tatsache, dass die Werbung aktiv vom Ansehen der Videos abhält. Deshalb wechseln nicht wenige User die Seite, um sich die Videos ungestört ansehen zu können. Natürlich läuft auch auf den anderen Seiten Werbung, allerdings werden die Werbebotschaften hier während des laufenden Videos eingeblendet oder mittels Bannerwerbung umgesetzt. Dies ist deutlich weniger störend und wird deshalb eher akzeptiert.

Anderes Medium, andere Werbearten

Die Möglichkeiten, die das Internet bietet, können natürlich auch von der Werbung genutzt werden. Der klassische Werbespot, wie er aus dem Fernsehen bekannt ist, bringt im Internet nicht viel. Vielmehr erwarten die Nutzer, dass die Werbung, wenn sie sie schon ansehen müssen, innovativer ist, als die im TV. Neben der Innovation sind vielen Nutzern aber auch die Möglichkeiten der Interaktion wichtig, die das Medium Internet bietet. Dies zeigt eine Studie, die der TV-Vermarkter IP Deutschland in Auftrag gegeben hat. Wie auf der Internetseite des Marketingportals Horizont, www.horizont.net, zu lesen ist, wird interaktive Werbung von vielen Zuschauern als hochwertiger und vor allem seriöser als die klassische Werbung eingeschätzt. Auch für die werbende Firma dürfte sich interaktive Werbung lohnen, denn der Kunde kann schließlich direkt beim Ansehen des Spots auf die entsprechende Firmenwebsite gelotst werden. Wer zum Beispiel Werbung für Dunstabzugshauben im normalen TV sieht, nimmt sich vielleicht vor, die Website des Herstellers zu besuchen, vergisst dies aber in der Regel relativ schnell wieder. Wird die Werbung aber im Internet-TV konsumiert und ist sie mit einem klickbaren Link versehen, so dürften deutlich mehr User auf der Homepage des Anbieters landen. Dementsprechend ist davon auszugehen, dass dieser auch mehr Dunstabzugshauben verkaufen dürfte.

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